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Presse  
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swissinfo
13. Januar 2008
 
 

Jörg Abderhalden ist Schweizer des Jahres

Schwingerkönig Jörg Abderhalden ist am Samstagabend an der 6. "SwissAward" Fernsehgala in Zürich zum "Schweizer des Jahres 2007" gekürt worden.

Abderhalden erhielt über 20 Prozent der Stimmen des Fernsehpublikums und setzte sich gegen 17 weitere nominierte Persönlichkeiten durch. Vorjahressieger war Fussball-Nati-Coach Köbi Kuhn, 2005 war es Formel-1-Boss Peter Sauber.

Abderhalden zeigte sich überrascht, dass er als "kleiner Schwinger" den Preis entgegennehmen konnte. Zu verdanken habe er dies wohl der Mischung von Modernem und Volkstümlichen des Schwingsports, sagte er.

Der Toggenburger Schreiner war im vergangenen Sommer am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Aarau zum dritten Mal nach 1998 und 2004 Schwingerkönig geworden.

Sein Name wird nun neben jenen der fünf bisherigen Schweizern und Schweizerinnen des Jahres in den Gedenkstein auf der Älggi-Alp, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz, eingemeisselt. Abderhaldens Vorgänger sind Nati-Trainer Köbi Kuhn, Peter Sauber, Lotti Latrous, Roger Federer und Beat Richner.

 
Schwingerkönig Jörg Abderhalden strahlt als Swiss-Award-Sieger 2007.
Schwingerkönig Jörg Abderhalden strahlt als Swiss-Award-Sieger 2007.
Bild Keystone

Fünf "SwissAwards"

Vergeben wurden am Samstag auch die "SwissAwards" in den Sparten Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Politik und Show.

In der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde Logitech-Gründer Daniel Borel. Der "SwissAward" für Gesellschaft ging an die Forscherin Karin Mölling. Die Virologin fand mit ihrem Team eine Methode, wie sich das Aids-Virus HIV selber zerstört.

Der Basler Galerist und Kunstsammler Ernst Beyeler nahm die Auszeichnung in der Sparte Kultur entgegen. Im Showbusiness war es Bond-Regisseur Marc Forster, der zwar in Davos aufgewachsen ist, aber einen deutschen Pass hat. Carla Del Ponte erhielt den Preis in der Sparte Politik.

Nominiert waren ausserdem der Genfer Künstler John M. Armleder, Mix & Remix-Karikaturist Philippe Becquelin, der Segler Ernesto Bertarelli, die Freiburger Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot und Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist.

Zur Auswahl standen weiter Kabarettist Simon Enzler, Behindertensportlerin Edith Hunkeler, Art-Direktor Samuel Keller, Barbara E. Ludwig, Leiterin des Opfer- und Zeugenschutzes am UNO-Kriegsverbrechertribunal, Biomediziner Maurizio Molinari, Orientierungsläuferin Simone Niggli und ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin.

Herausragende Leistungen

Mut, Innovation, Kreativität oder Eigenwilligkeit waren die Kriterien, nach denen die "SwissAward" Gewinner von einer aus 100 Schweizer Persönlichkeiten bestehenden Jury ausgewählt wurden.

Durch die Show führte Sandra Studer, unterstützt von musikalischen Gästen wie dem kolumbianischen Superstar Juanes, der italienischen Sängerin Cecilia Bartoli oder Daniel Kandlbauer, der mit Uriah-Heep-Sänger Ken Hensley "Lady in Black" zum Besten gab.

swissinfo und Agenturen

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